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Beelitzer Heilstätten

Wenn ein Krankenhauskomplex, der seit fast zwei Jahrzehnten leer steht, eine eigene namentliche Autobahnabfahrt besitzt, dann ist die sich daraus ergebende Vermutung durchaus zutreffend: Hier geht es um ein Superlativ. In der Zeit, in der Deutschland noch von einem Kaiser regiert wurde, ist diese riesige Heilstätte im Großraum von Berlin entstanden. Freilich hielt sich der Anteil altruistischer Motivation bei der Schaffung dieser Anlage doch stark in Grenzen, denn es ging um die Genesung von wehrfähigen Männern und auch diese unterstützende Frauen, die sich damals mit TBC angesteckt hatten - der damals so bezeichneten Schwindsucht. Da diese kräftezehrende und letztlich das Lebenslicht auslöschende Krankheit hochansteckend ist, waren damals ob der zu dieser Zeit gegebenen Ermangelung an Heilungsmöglichkeiten viele davon betroffen. Man hatte im Wesentlichen nur die Möglichkeit, durch viel Ruhe an frischer Luft bei guter Ernährung, die Betroffenen über Wochen und Monate wieder temporär aufzupäppeln, was man hier in großem Stil tat. Die Lebensbedingungen waren in Beelitz zu damaligen Verhältnissen so gut, dass sich einige Betroffene fast gern in ihr Schicksal fügten und die Annehmlichkeiten genossen, die ihnen ohne das einschlägige Krankheitsbild wohl lebenslang verwehrt geblieben wären. An geschichtsrelevanten Patienten haben die Beelitzer Heilstätten auch keinen Mangel: Adolf Hitler war während des ersten Weltkrieges hier und einige Jahrzehnte später entzog sich Erich Honecker an diesem Ort dem aufgestauten Volkszorn. Und die Geschichte hält auch immer einen Treppenwitz bereit: Dort, wo Hitler am besten mal einem Kunstfehler unterfallen wäre, mimte Tom Crouse wiederum Jahrzehnte später seinen Attentäter Graf von Staufenberg. So ändert die Zeit eben vieles, wenn nicht alles – auch die Bedeutung dieser Heilstätte, die ihr inzwischen völlig abhandengekommen ist.


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