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Die alte Post

Mitte der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde dieses prachtvolle Gebäude mit typischen Stilelementen der Romanik im Zentrum einer sächsischen Kleinstadt erstmals in seinen zweckbestimmten Dienst gestellt als sogenanntes Kaiserliches Postamt.

Es war zu einer Zeit, in der das Telefon noch nicht als erfunden galt. Der einzige elektronische Übertragungsweg von Informationen war die Telegrafie. Sie war zum damals allermeist noch handschriftlich verfassten Brief, dessen Zustellung je nach Distanz zwischen Absender und Empfänger viele Tage bis Wochen dauerte, keine massentaugliche Alternative, sondern kam nur zum Einsatz bei höchster Eilbedürftigkeit und auch dann nur, wenn man sich das kostspielige Unterfangen der meist auf eine minimale Wortanzahl reduzierte schnelle Informationsübermittlung auch leisten konnte.

So konnten sich Menschen damals über größere Distanzen hinweg regelmässig nur austauschen durch Übermittlung selbst verfassten Schriftguts per kaiserlichem Postillion. Eine andere Möglichkeit gab es nicht und der Staat machte aus der Organisation und flächendeckenden Logistik eine ureigene hoheitliche Aufgabe.

So erklärt sich auch die enorme Ausdehnung des Gebäudes, das doch primär nur dem Zweck diente, das zu Papier gebrachte kuvertiertermaßen entgegenzunehmen, die Frankatur mit einem Stempel zu versehen und nach Zielorten sortiert auf den Weg zu bringen. Freilich nicht unerwähnt zu lassen noch der Paketversand, der seinerzeit ebenfalls ausschließlich hoheitlich monopoliert war.

Der Siegeszug des Telefons läutete dann den Anfang vom langen Ende der Dominanz des privaten Briefverkehrs ein. Briefe wurden nur noch verfasst, wenn es dafür einen besonderen Anlass gab, man etwas mitteilen wollte, was von einigermaßener Bedeutung war. Dann folgte das historisch kurze Intermezzo des Faxgeräts, das schließlich von der Email schnell seiner Bedeutung weitgehend wieder beraubt wurde. Jährlich geht das private Briefaufkommen um 3 % bis 4 % zurück - Tendenz stark steigend.

Kein Wunder also, dass die Post daraufhin seit Jahren versucht, Kosten zu sparen und dazu Filialen zu schließen, allem voran wenn sie so groß und in ihrer Unterhaltung so aufwändig sind, wie dieser einstige hochherrschaftliche Umschlagplatz zu Papier gebrachter persönlicher Nachrichten. So steht die alte Post nun schon dein vielen Jahren leer und der Zahn der neuen Zeit nagt an ihr.

Doch in nicht all zu ferner Zukunft werden sich die Pforten des historischen und das Stadtbild prägende Gebäudes wieder öffnen nach einer umfänglichen Sanierung für eine neue, zeitgemäßen Nutzung.


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