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Ehemaliges Verwaltungsgebäude in Chemnitz

Heute sind wir wieder in der Stadt unterwegs, die sich schon so oft in ihrer wechsel- und zum Teil auch leidvollen Geschichte neu erfinden musste – das allerdings immer wieder mit Erfolg, weshalb wir sie auch so lieben. Es ist die Stadt, die im vergangenen Jahrhundert gleich zwei Mal ihren Namen wechselte oder besser wechseln musste. Die damaligen Machthaber haben einen großen Philosophen, Ökonom und Gesellschaftskritiker zum Namenpatron gemacht, in dessen Lichte sie sich gerne stellten. Der so instrumentalisierte hat die Stadt, die seinen Namen trug, allerdings nie besuchte und auch ansonsten hatte er eigentlich nichts mit ihr zu tun. Nach 37 Jahren war dann der "Spuk" wieder vorbei und Karl-Marx-Stadt bekam seinen alten Namen Chemnitz zurück. Ob das ganze dazu reichte, dass er sich mal im Grabe herumgedreht hat? Vielleicht ist's ihm auch post mortem schlicht an seinem Darmausgang vorbeigegangen.

Apropos Darmausgang: Für dessen fäkalsprachliche Entsprechung ist auch das heutige Wetter. Graue Schleier ziehen durch die Straßen. Es will gar nicht so richtig hell werden. Fieser Nieselregen wallt durch die Luft und legt sich auf alles und jedes. Nicht die besten Bedingungen für eine Fototour, oder doch? Einerseits hat man seine Ruhe. Es sind, wenn überhaupt, nur die unterwegs, die müssen oder dies meinen. Da sind meist nur die, deren Vierbeiner keinen Aufschub gewähren, der Natur ihr Recht zu geben oder die, deren Bewegungsdrang wohl schon Züge von Akathisie trägt und die bis auf die Haut durchnässt keuchend vor sich hin laufen, weil der tägliche "Workout" sein muss und wenn es Katzen und Hunde regnet. Aber das zu kritisieren wäre wiederum das Steinewerfen im Glashaus. Was wohl die eisernen Jogger von Leuten halten, die bei dem Sauwetter losziehen, um in muffigen, dreckigen, feucht-kalten und nicht zuletzt noch einsturgefährdeten Ruinen herumzukriechen? Also: unentschieden, oder jeder wie er's mag. Mit Letzterem halten wir's sowieso am liebsten. Andererseits hat das diffuse Licht an so einem Tag auch seinen ganz eigenen Reiz.

Wir machen uns also auf den Weg. Es geht stadtauswärts. Der Scheibenwischer schwingt monoton hin und her. Es ist wenig Verkehr und wir kommen so schon nach kurzer Zeit ans Ziel. Wir fahren direkt vor dem imposanten und Respekt einflößenden Bau mit seiner reich ornamentierten Fassade vor. Als wir das opulent ausgestattete Foyer betreten wird über die Freude der sich uns offenbarenden Fotomotive schnell klar, dass hier etwas verwaltet und damit wohl hauptsächlich auch ordnungsgemäß in Rechnung gestellt und verbucht wurde, das für die Chemnitzer essentiell war – täglich – stündlich – eigentlich in jedem Moment. Und für uns, in der heutigen Zeit noch mehr denn je. Die Rede ist von Strom. Wir stehen im Verwaltungsgebäude eines ehemaligen Elektrizitätswerks.

Da es drinnen mindestens so ungemütlich ist wie draußen, machen wir uns auch sofort ans Werk und versuchen wieder, die morbide Schönheit dieses Gebäudes fotografisch einzufangen. Nachdem alles "im Kasten" ist, machen wir uns auf den Rückweg ins Stadtzentrum und dort zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte die es überhaupt gibt – den Chemnitzer. Mit einem Glas Glühwein wärmen wir uns auf und vertonen mit allerlei Superlativen über das schöne Gebäude nochmal unsere heutige heimatliche Fototour. Was für eine tolle Stadt, denken wir uns schließlich – so voller interessanter und spannender Kontraste. Frei nach dem großen alten Dichterfürsten: Hier sind wir Mensch, hier dürfen wir's sein!


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